Schlossgasse 16/18, Haus Wiegand 

Walter Nieß:
Dieses Haus zeigt mit dem Giebel auf die Straße und ist 1943 in der Mitte zwischen Wiegand und Knaf aufgeteilt. Nach überlieferten Erzählungen des Herrn Wiegand hatte sein Haus ein rundbogiges Türgewände aus Sandstein mit „Kratzrillen wie an den Kirchenpfeilern“.
Beim Umbau des Hauses habe man diese Steine mit den Rillen ins Schloss geholt, dort sind sie allerdings heute nicht auffindbar. Offenbar wurden, wie an der Kirche, in den Schabrillen Heilmittel erzeugt. An der Tür sei auch ein verzierter eiserner Türklopfer gewesen, der ebenso ins Schloss gekommen sei. Neben dem Eingang sei ein ovales Fenster, wie bei Metzger Knaf in der Altstadt und Bäckermeister Appel, gewesen.
Das Haus hat ein freies, jedoch gestörtes, Fachwerk aus dem 18. Jahrhundert. Im Zwinger, zum Nachbarhaus Hart zu, ist die Wand deutlich sichtbar. Sie ist bis zur Hälfte aufgemauert, darauf steht das Fachwerk. Es hat also eine alte Bauform bewahrt. Das Haus ist senkrecht aufgeteilt. An der Straße befinden sich die Schlafräume, dahinter die Wohnräume. Küche und Toiletten liegen ganz hinten.

Quelle: Dr. Walter Nieß: Burgmannenhäuser der Schlossgasse, Büdinger Häuserbuch I. Band, Geschichtswerkstatt Büdingen 2007.

 

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