Waechtersbacher Keramik

Quelle: Heinz und Lilo Frensch, Wächtersbacher Steingut, 1978 und https://de.wikipedia.org/wiki/Waechtersbacher_Keramik

Zur Geschichte
1829 wurde im Wald bei Brachttal-Schlierbach bei Wächtersbach weißer Ton gefunden, der sich vorzüglich für die Herstellung von Steingut eignete. Andere benötigte Materialien wie Kiesel, weißer Sand und Kalktuff waren ebenso vorhanden.
1832 wurde die „Waechtersbacher Keramik“ von Graf Adolf zu Ysenburg und Büdingen in Wächtersbach und sechs weiteren Teilhabern gegründet. Im Dorf Weilers wurde ein Holzbrennofen gebaut, im benachbarten Hesseldorf wurde die Mühle in den Arbeitsprozess einbezogen. Zu dieser Zeit herrschte im Schlierbacher Tal große Armut, sodass die Arbeit in der neuen Fabrik für die Töpfer der Gegend um Schlierbach ein Weg aus der Not war. Im Töpferdorf Wittgenborn wurde seit vielen Generationen Töpferei betrieben.
Da es mit der Mühle in Hesseldorf zu Problemen kam, wurde 1833 eine Mühle in Schlierbach gepachtet und 1836 gekauft. 1834 wurde die Fabrikation nach Schlierbach verlegt.
1856 kaufte Graf Adolfs Sohn Ferdinand Maximilian III. Fürst zu Ysenburg-Wächtersbach die Anteile aller anderen auf und ließ die Fabrik in den folgenden Jahren teilweise umbauen, zum Teil neu errichten.
In der Folgezeit wuchsen die Produktionszahlen und die Qualität der Waren. Zwischen Ende des 19. und Mitte des 20. Jahrhunderts gehörte Waechtersbacher Keramik zu den bedeutendsten deutschen Herstellern von Waren aus Steingut und belieferte nun das gesamte Deutsche Reich.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Waechtersbach zum größten Keramikhersteller Deutschlands.
2005 wurde die Fabrik nach 173 Jahren in Familienbesitz an die BEFI GmbH in Wain bei Laupheim verkauft, über die 2006 das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Die Waechtersbacher Keramik wurde in mehrere Einzelfirmen aufgeteilt und als Tochterunternehmen der Könitz Porzellan GmbH geführt. Eine dieser Einzelfirmen, die Keramische Fertigungsstätte Brachttal GmbH, meldete 2011 Insolvenz an und 2012 wurde fast das gesamte Inventar der Firma versteigert.
2018 kaufte der Main-Kinzig-Kreis das Firmenarchiv. Es umfasst neben dem Papierarchiv mit Skizzen- und Dekorbüchern unter anderem 3000 Kupfer- und Metalldruckplatten sowie die Keramiksammlung der ehemaligen Produktion.

Stilepochen

Biedermeier, ca. 1815-1848 
Anfangs produzierte die Waechtersbacher Keramik Gegenstände des täglichen Bedarfs in klaren, klassischen Formen, hauptsächlich unbemalt oder spärlich von Hand bemalt. Etwa 1852 entstanden das Ähren- und Kornblumenmotiv und die Wächtersbacher Rose. 1840 wurde das Kupfer-Umdruckverfahren zur künstlerischen Dekoration eingeführt.

Historismus, ca. 1848-1895
In dieser Zeit wurde dem Kundenwunsch nach mehr Luxus Folge geleistet. Die Objekte wurden bauchiger, gerieft und kanneliert.
1870 wurde der Steinbuntdruck eingeführt.
1874 übernahm Max Roesler die technische und kaufmännische Leitung, unter ihm erreichte die Waechtersbacher Keramik ihren ersten Höhepunkt. Mit üppigen Angarnierungen (Schmuck, der auf den Rohling aufgebracht wird) erhielten die Gefäße den Anschein kostbaren Porzellans des 18. Jahrhunderts. Man kopierte das Meißener Zwiebelmuster und schuf Wandteller im historisierenden Stil, was zu einer Spezialität des Hauses wurde.
In der Zeit der Neorenaissance (1870-1885) entstanden wuchtige Prunkgefäße, geflochtene Körbchen und Schalen, Vogelkäfige u.Ä. 1879/80 entstanden Gefäße mit plastischen Tieren.
Max Roesler gründete 1877 eine Fabriksparkasse, die den Arbeitern den Erwerb von Häusern ermöglichen sollte, ließ eine Handarbeitsschule für junge Mädchen errichten, 1884 entstand ein Ältestenkollegium für Disziplinarangelegenheiten und 1888 eine Betriebszeitung, der Schlierbacher Fabrikbote.
1890 verließ Max Roesler die Fabrik und gründete die Feinsteingutfabrik in Rodach.

Jugendstil, ca. 1895-1905
1901 gründete Christian Neureuther das Keramische Atelier Wächtersbach, dem 1903 eine selbstständige Kunstkeramische Abteilung angegliedert wurde. Seine Entwürfe waren ein wesentlicher Grund für die rasante Entwicklung der Steingutfabrik, die auch den Konkurrenten Villeroy & Boch weit hinter sich lassen konnte. Bis etwa 1905 verließen täglich zahlreiche Dekore sein Atelier, teilweise bis zu 11 Dekore pro Tag. Auch in den folgenden Jahren, bis zu seinem Tod 1921, war seine Kreativität beeindruckend. Wiederkehrende Elemente sind Spiral-Ornamente, das Efeublatt, Herzen, Punkte und Mehrfingerblätter.

Art déco, ca. 1905-1933
1921 wurde die Kunstabteilung von Eduard Schweitzer übernommen, aber 1929 wieder geschlossen. Bis 1926 ist der Einfluss Neureuthers zu sehen, dann wurden Dekore im Stil des Art déco hergestellt. In den 1930er Jahren wirkten mit Dina Kuhn und Ursula Fesca zwei weitere renommierte Entwerferinnen in der Waechtersbacher Keramik. Ursula Fesca Bauhaus-Ideen waren ihrer Zeit voraus und wurden erst nach dem Zweiten Weltkrieg produziert.

Ab 1933
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs produzierte die Fabrik nur noch Gebrauchsgut, alle Ziergefäße, Service u.Ä. wurden verboten.

Ab 1945
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die allgemeine Produktion wieder aufgenommen und die Waechtersbacher Keramik zum größten Keramikhersteller Deutschlands. Durch die Arbeiten anerkannter Keramiker fand die Fabrik zu alter Größe zurück.

Sammlungen
Hessisches Landesmuseum Kassel
Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Vonderau Museum, Fulda
Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main
Schlossmuseum Jever
Lindenhof-Museum, Brachttal-Streitberg
Brachttal-Museum, Brachttal-Spielberg
Heimatmuseum Wächtersbach

Literatur
Heinz und Lilo Frensch: Wächtersbacher Steingut, 1978
Eberhard Traum: Detailverliebt Geschaffen von Designern aus verschiedenen Epochen, BoD – Books on Demand 2008

Links zum Thema:
Projekt Waechtersbach
osthessen-news.de: Ausstellung zur Geschichte der Waechtersbacher Keramik
Berufe dieser Welt: Töpfer

2.2.5/1
Übertopf (Cachepot), ca.1890
Cremefarbener Scherben. Plastische Anganierung: stark herausgearbeitet, weibliche und männliche Maus (vermenschlichte Mäuse). Mäuse kochen vermutlich Würstchen. Um das Gefäß herum sind mehrfarbige Blätterranken (Rosenblätter?). Mit einem umlaufenden, bunten Motiv verziert, oben/ unten Goldrand.

 

 

 

 

2.2.5/4
Vase, 1930/1940er Jahre
Mittelblaue Vase mit langem, trichterförmigen Hals und kugelförmigem Unterteil; langgezogener, 2 cm breiter Henkel; rotbrauner Scherben; blau-schwarzer Vasenrand (obere Seite des Henkels schwarz); Entwurf von Ursula Fesca (1900-1975)?

 

 

 

 

 

2.2.5/5
Vase
Von unten schmal nach oben breiter verlaufende Vase, eher kantig, schwarzer runder Rand. Muster: gestreute graue Pünktchen (sieht aus wie Ameisenherde) als Hintergrund; schwarze gestreute Pünktchen, systemlos als Rechtecke bzw. Quadrate; grüne und gelbe Quadrate oder Linien, alles etwas systemlos und verlaufen.

 

 

 

 

2.2.5/12
Ziervase
Große Ziervase, bauchig mit engem oben trichterförmigen Hals und Standfuß. Zwei hochgestellte halbherzförmige Henkel in Höhe des Halses, blaue Kantenstreifen, sonst länglich mit blauem Bauchmuster. Musterung: Auf beiden Seiten sitzt blauer Vogel auf Ästen, außen herum Blumen, Blätter und Äste auf der ganzen Vase verteilt.

 

 

 

 

 

2.2.5/25
Blumenvase, 1920
Bauchige Blumenvase mit nach oben trichterförmig weiterverlaufendem Rand. Innen weiß glasiert, außen dunkelblau mit weißen Blüten, Apfelblütenzweigen und etwas schwarz.

 

 

 

 

 

2.2.5/69
Blumentopf, um 1885
Schmales, hohes, becherförmiges Gefäß mit mittigem Bodenloch. Weiße Glasur mit blauen Zierlinien am Bodenrand außen, am oberen Rand innen und außen. Umlaufendes blaues Blumen- und Rankendekor über 10 cm Höhe (Zwiebelmuster).

 

 

 

 

 

2.2.5/125
Schale/Dose mit Deckel, zwischen ca. 1916 und ca. 1970
Für Konfekt, kleine Schmuckstücke o. ä. zur Aufbewahrung
Kleine viereckige Schale/Dose mit niedrigem Rand (Höhe 1,6 cm) auf abgesetztem "Standring". Deckel einsitzend mit umlaufendem "Wölbungsring" (sehr flach), um Abrutschen zu bremsen bzw. zu verhindern. Schale sowie Deckel sind rundum weiß glasiert, mit deutlich sichtbarem "Allover-Craquelée" (scheint bewusst eingearbeitet zu sein), Blaue Dekormalerei auf Deckeloberseite: umlaufende blaue Randkantenlinie. Mitte: auf dünner blauer Linie, die links und rechts von Blume (links Tulpe, rechts Margerite) besetzt ist, findet sich mittig stehende Mädchen-/Frauenfigur in "Hessischer Tracht" (kurzer "aufgeplusterter" Rock mit Halbschürze; Mädchen mit Schultertuch; Häubchen (kronenartig) mit langem Band (Schlitzer/Schwälmer Tracht). In der linken Hand hält sie eine Blume.

2.2.5/14
Fliese, ca. 1910
Rechteckige Platte bzw. Kachel (Funktion nicht eindeutig; cremefarbener Scherben und gleichfarbige Glasur; typisches Jugendstildekor: drei stilisierte Nelken in symmetrischer Anordnung, verbunden durch geschwungene Linien; Dekor vermutlich durch Schablonen aufgebracht bzw. koloriert - in der Mitte changierend von Grün (unten) zu Rot (oben).

 

 

 

 

2.3.2/1
Kerzenhalter
Säulenförmiger Kerzenhalter auf einem quadratischen Podest. Gestaltung ähnelt den Säulen in griechischen Tempelanlagen. Weiß-blau glasiert.

 

 

 

 

 

 

2.3.2/3
Kerzenkranz, um 1930
Rundes U-Profil. An beliebigen Stellen, können die 4 konisch geformten Kerzenhalter eingesteckt werden. Das Profil kann als Wasserreservoire für eventuelle Gestecke genutzt werden.

 

 

 

3.1.3/1
Kartoffelstampfer, zwischen 1890-1900
An langem gedrechselten Holzstiel sitzt "glockenförmiges" Keramikteil, Stampffläche gewölbt. Holz: im helleren Braun. Keramik: Stampffläche mit Girlandendekor zu Korpus hin abgeschlossen. Auf Korpus auf gegenüberliegenden Flächen 1x Mühle mit Haus/Segelboot mit Leuchtturm im Hintergrund.

3.1.9/4
Puddingform
Weiß glasierte Puddingform, mit eckigen Formen innen, außen rund.

 

 

 

 

 

 

 

3.1.9/6
Puddingform, um 1920
Puddingschüssel in Form eines Fischs. Innen am Boden und Rand Form des Fischs (Augen, Schuppen, Flossenrillen) eingeprägt.

 

 

 

3.1.9/7
Puddingform
Puddingform in Form eines Hasenkopfs. Weiß glasiert. 2 Löcher zum Aufhängen im Standfuß.

 

 

 

3.1.9/10
Puddingform, ca. 1905
Cremefarbener Scherben, weiß glasiert, ovale Form. Innenrand blau gemustert mit Windmühlenmotiv (Druck?). Unten am Rand 2 Löcher mit Kordel zum Aufhängen.

 

 

 

 

 

3.1.15/22
Schale
Kleine Schale in Ahornblattform mit Stängel. Weiß glasiert.

 

 

 

 

3.1.15/23
Ölkrug
Gerade Form mit engem Hals und Henkel. Blaue Streifen, dazwischen zweimal im blauen Rahmen Blumenranke, im mittleren weißen Feld die Aufschrift „Oel“.

 

 

 

 

 

 

3.1.15/50a-b
Gewürzbehälter mit Deckel
a) Kleines pokalartiges Gefäß (a) auf niedrigem Fuß mit rundem Deckel mit Knauf (b). Gefäß und Deckel sind weiß glasiert und mit einem blauen floralen Blumenrankenmuster verziert. Auf dem Gefäß mittig von Blumenranken umkränzt mit schwarzer Schrift "Nelken".

 

 

 

 

 

3.1.15/25a-b
Behälter mit Deckel
Weiß glasierter Behälter mit Deckel. Ecken abgerundet. Unterhalb des Randes eine blaue, karierte Linie (ca. 2 cm). Deckel am Henkel mit blauen Vierecken und am Rand umlaufend ebenfalls dunkelblaue Vierecke mit jeweils kleinem Abstand untereinander.

 


3.1.15/44a-b
Deckelschüssel
Weiß glasierte Schüssel mit zwei von oben gesehenen dreieckig geformten Henkeln, die nach unten rund auslaufen. Deckel mit Knauf. Umlaufend um Knauf und Deckelrand jeweils dunkelblaues Würfeldekor (einreihig). Am oberen Schüsselrand zweireihig versetztes Würfeldekor. Ebenso auf beiden Henkeln. Zylindrische Form, mit abgeschrägtem Boden.

 

 

3.1.15/45
Brotkasten, um 1910
Brotkasten mit Rahmen aus Holz. Einsätze aus Keramik, schwarz-weiß gestreift. Vier Messingverschraubungen im Rahmen. Messinggriff am Deckel und ein Messingscharnier.

 

 

 

3.2.1/1
Servierplatte, 1896
Flache runde Platte mit cremefarbenen Scherben, mehrfarbig bedruckt. Das Motiv zeigt eine Weltkarte ohne Nord- und Südamerika. Farbgestaltung: Meere hellblau, Asien grüngelb und rötlichgelb, Europa dunkelrot, Australien khakifarben, Polargebiete weiß.

 

 

 

 

3.2.1/7
Gebäckschale
Schale mit geflochtenem Rand. Auf der Innenfläche eine große hellrote Rose, von grünen Blättern umgeben und jeweils eine lila, eine gelbe und zwei blaue Blüten daneben. Oben am Rand des Geflochtenen umlaufend knallblaue Punkte.

 

 

 

3.2.1/9a-b
Gebäckdose, 1930/1940er Jahre
Gebäckdose; cremefarbener Scherben, Mattglasur. Dekor: auf beiden "Schauseiten" geometrisch-abstrakte Muster, vermutlich mit Schablonen aufgespritzt. Farbe: grün, unterschiedlich stark aufgespritzt. Korpus von Dose und Deckel oval-abgerundet. Randkanten und Griffkanten am Deckel gebogen und nach außen "geklappt".

3.2.1/13
Sauciere
, ca. 1907
Die Sauciere ist an einem Teller befestigt. Der Teller ist weiß glasiert und sieht aus wie eine längliche Muschel mit Rillen. Die Sauciere soll einen Fisch darstellen. Sie ist weiß glasiert, Fischkopf, Flossen und Schwanz sind grau glasiert. Der Fisch liegt auf dem Rücken, der Schwanz bildet den Henkel.

 

 

3.2.1/14a-c
Butterdose
Butterdose, weißlackiert, mit umlaufender Blumenranke, dunkel- und hellblaue Blüten, mit Blättern verbunden. Deckel der Butterdose aus Metall, mit dreieckigem Henkel (nach unten schauend). Butterdose steht auf viereckigem Teller aus Metall.

 

 

3.2.1/16a-c
Stapelgeschirr, 19. Jh.
Zweiteiliges Stapelgeschirr mit Deckel, der als Teller genutzt werden konnte. Blaues Blumen- und Rankendekor nach Meißener Vorbild. Behälter mit je zwei kleinen Henkeln, reliefiert. Blumendekor mit umlaufender blauer Linie eingefasst.  

 

 

 

 

 

3.2.1/18
Teller/Gebäckschale?
6-eckiger Teller, ähnlich einer Gebäckschale, weiß glasiert. Ein hellblauer Streifen verläuft am Rand über den Teller zu einem Dreieck. An drei Ecken befindet sich jeweils ein Halbkreis in hellblau, innen mit 7 hellblauen Streifen, an deren Ende sich jeweils ein gelber Punkt befindet. Im Inneren befindet sich ein Dreieck mit 4 hellblauen Dreiecken, die jeweils zusammen ein Viereck bilden.

 

 

 

3.2.1/20
Serviergefäß (z. B. Senf, Salz o. ä.)
Ober- und Unterteil fest verbunden, Oberteil kannenförmig mit Henkel und ohne Ausguss. Stilisierte Blütenranken um unteren Rand und oberen Hals. Bandartige Verzierung an Henkelaußenkante in Sepiafarbe. Unterteil mit drei Fantasieblumen versehen, die ebenso wie die Blumen (Rosen) und Blätterranken heller als Sepia da stehen.

 

 

 

3.2.1/21
Teller, 1930er-/1940er Jahre
Ursula Fesca
Flacher Teller, Boden hellrosa glasiert. Oben Fläche kreisförmig gerillt (weiß-hellrosa gestreift). In der Mitte 2 Blüten, eine blaue längliche und eine dunkelrote runde mit grünen Blättern und mittig Stängel mit gelber Blüte. Rand außen blau glasiert, direkt darunter dunkelroter Streifen (ca. 0,5 cm breit).

 

 

 

3.2.2/43
Untertasse
Unten am Boden hellrosa glasiert, oben gerillt (hellrosafarbene Rillen), 3 Blüten im "Dreiecksystem" (blau, gelb, dunkelrot), Rand außen blau und darunter dunkelroter Rand. Entwurf von Ursula Fesca ? (1900-1975)

 

 

 

 

 

3.2.2/77
Kaffeetasse, 1930er/1940er Jahre
Rötlicher Scherben mit altrosa Glasur, Außenseite mit Rillen, handbemalt + -koloriert, blau-roter Streifen am oberen Rand. 2 gegenüberliegende Außenseiten: 1 größeres und 1 kleineres Blumenmotiv in Grün/Gelb/Rot. Henkel und Innenseite glatt.

 

 

3.2.1/26a-b
Schüssel mit Deckel
Flache, breite Schüssel mit Deckel und zwei Henkeln. Die Schüssel ist nicht ganz rund, sondern weist zahllose abgerundete Ecken auf. Der Deckel hat einen Knauf und an einer Stelle eine Aussparung für den Löffel. Dekor: Auf der Schüssel: Hellrote Rose mit Blättern, die mit einer umlaufenden Punktlinie mit weiteren Rosen verbunden ist. Deckel: Umrandet mit schwarzen Punkten, um den Griff schwarze Punkte und vier hellrote Rosen mit Blättern.

 

3.2.1/39
Gebäckschale
Blau glasierte Schale in Laubform (Ahornblatt). Stängel golden glasiert. Unterseite hellblau, mit 3 kleinen Standfüßen.

 

 

 

3.2.1/42
Kinder-Suppenteller, 1.Hälfte 20. Jh.
Weiß glasierter Teller, Druckmotive am Rand: 3 Vergissmeinnicht, an der einen Seite des Randes Aufschrift in Rot (siehe unten). In der Mitte des Tellers ist ein Kinderpaar in alpenländischer Kleidung abgebildet.
"Die Suppe ist ein gut Gericht
Nur Suppenkasper ißt sie nicht", als Zweizeiler.

 

 

 

3.2.1/47
Platte, Anfang 20. Jh.
Weiß glasierte, einfache runde Platte, oben Art-Deko in dunkelblau und gelb mit geometrischen Formen (Vierecke, Quadrate, Dreiecke, Kreis).

 

 

 

3.2.1/51
Platte, 1911
Einfache flache Platte, weiß glasiert, oben hellblau-graublau, violette Alpenveilchen als Dekor (Jugendstildekor) mit symmetrischem Muster in der Mitte, dunkelgrüne Stängel.

 


3.2.1/62
Servierplatte
Servierplatte in rechteckiger Form mit erhöhtem Rand

 



3.2.1/56
Seiher 
Seiher mit schwach bauchig geschwungenem Korpus und abgesetzten Füßen. Im oberen Bereich zwei angesetzte Henkel. Boden durchlöchert, Durchmesser der Löcher 5 mm. Grundfarbe weiß, außen mit blauem Rankenmuster verziert, das von umlaufenden Linien oben und unten begrenzt wird. Die Griffe weisen Linien sowie ein gestricheltes blaues Muster auf.

 

 

3.2.1/64a-c
Servierplatten, 3 Stück, unterschiedlich groß
Ovale einfache Plattenform mit hochgezogenem Rand. Elfenbeinfarbige Glasur, umlaufende Ranke aus abwechselnd / sich wiederholend 3 Blätter in grün und einer blauen "Hibiskus"-Blüte mit dunkelgelbem Sonnenpunkt.

 


3.2.1/75a-b
Essteller, Biedermeier
Teller in schlichter runder Form mit erhöhtem Rand. Elfenbeinfarben mit reliefiertem Dekorrand. Auf dem 3,2 cm breiten Rand zeigt sich ganz außen eine eingeprägte umlaufende Doppelrille. Darunter wiederholt sich sechsmal die gleiche Weinranke mit vier Reben (Relief).

3.2.1/76
Bratenplatte, 1896
Schlichte, einfache ovale Platte ohne jegliches Dekor.

 

 

 

 

3.2.2/28
Kakaokanne, um 1910
Produktionszeit der Kunstabteilung Christian Neureuther von 1903 bis 1921
Kakaokanne im Jugendstildekor. Blaugrau glasiert.

 

 

 

 

 

 

3.2.1/25
Etagere, ca.1910
Gebäckschale o. Ä. mit Fuß, aus cremefarbenem Scherben, gleichfarbig glasiert. Dekor: umlaufend am Fußrand ca. 1 cm breites Band aus handgemalten stilisierten Blüten und Blättern in Grün und auberginefarbener, grüner Streifen am Außenrand. Gleiches Dekor auf dem Teller oben: umlaufendes Blütenband, Untergliederung des Tellers durch grüne Streifen als Kreis am Rand und in Tellermitte, der Zwischenraum ist in 10 Segmente unterteilt. Der Fuß ist zehneckig.

 

 

3.2.2/33
Milchgießer
Weiß glasierter Milchgießer mit schmalem Hals, nach unten bauchig und mit halbherzförmigem Henkel. Rand, Boden und Henkel haben einen schwarzen Zierrand. Zwischen Rand und Boden verlaufen im gleichen Abstand feine senkrechte Streifen. Auf dem Henkel ist eine kleine Erhöhung, ebenfalls schwarz verziert.

 

 

 

 

3.2.2/35a-b
Kaffeekanne
Kaffeekanne in bauchiger Form. In 10 Segmente geteilt und seitlich abgeflacht. Kanten schwarz lackiert. Deckel angepasst mit Regenschirmartigem Griff, ebenfalls schwarz gekantet.

 

 

 

 

 

3.2.1/28a-b
Teller, um 1920 (geschätzt)
Weiß glasierter Teller mit feinen schwarzen Linien verziert.

 

 

 

3.2.2/37
Kaffeekanne
Kleine Kaffeekanne mit spitzem, eckigem Henkel. Ränder golden umwandet, Muster bunte Vögel (Paradiesvögel), Blumenranken und Blüten. Weiß glasiert, mit langem leicht gezogenem Ausguss.

 

 

 

 

 

3.2.2/38
Zuckerdose
Zuckerdose mit walzenförmigem Korpus, mit zwei Henkeln, die gerundete Ecken aufweisen. Kleines vergilbtes Klebeetikett. Dekor: weinrote zarte Ranken (Wicken?) mit blau- rot- gelb- grünen Blüten, sowie Paradiesvogel und Schmetterlingen. Chinesischer Stil. Goldrand am oberen und unteren Rand, sowie an den Henkelansätzen. Sich nach unten verjüngender Goldstreifen auf den Henkeloberseiten.

 

 

3.2.2/44
Milchgießer und Untertassen, ca. 1895 bis 1905 (Schwanenmarke)
Kleine Tasse mit Ausguss, rosa glasiert.

 

 

3.2.2/48
Espressotasse, 2005
Espressotasse mit halbherzförmigem Henkel. Rundum aufgemalte, punktierte schwarze Kreise. Weiß glasiert.

 

 

 

 

3.2.2/49
Kaffeetasse, 2005
Blau glasierte Kaffeetasse mit oben am Rand aufgemalter, halben Margeritenblüte.

 

 

 

 

 


3.2.2/110
Untertasse, 2005
Blau glasierte Untertasse, mit halbem Margeritenblütensymbol am Rand.

 

 


 

3.2.2/58a-b
Teekanne, 2005
Teekanne in bauchiger Form. Oberer Rand waagrecht 4 cm nach innen gezogen. Ausguss sehr dezent herausgearbeitet. Zwei senkrecht aufstrebende dreieckige Halterungen für schwarzen, asymmetrischen Holzgriff. Hochgewölbter Deckel mit asymmetrisch aufgesetztem Griff, der die Form eines schräg abgeschnittenen Astes aufweist. Aus der Collection 2005 "freestyle"

 

 

 

3.2.2/60a-c
Teekanne mit Stövchen, 2005
Bauchige Teekanne mit Henkel und gebogenem Ausguss. Stövchen rund, oval, mit 2 ovalen waagrechten Luftschlitzen. Deckel ist konisch rund, mit umgekehrt konischem kleinem Griff

 

 

 

 

 

3.2.2/78a-j
5 Tassen und 5 Untertassen
Untertasse: Mittige stilisierte Vogeldarstellung: Blauer Vogel mit Hahnenschwanz und rotem Schöpfchen auf schwarzem Zweig sitzend, vor grün schattiertem Hintergrund. Tasse: Vorderseite: siehe Untertasse, andere Seite: schwarzer Schnörkel in grün.

 

 

3.2.2/117
Milchkännchen, um 1950
Leicht bauchiges Milchkännchen mit herausgearbeitetem Ausguss und angesetztem Henkel. Komplett zartgelb glasiert.

 

 

 

 

3.2.2/135a-e
1 Tasse, 4 Unterteller
Eine Tasse und vier Unterteller mit altrosa Blüten zwischen weinroten Punkten. Mit altrosa Außenkante.

 

 

 

 

3.2.3/3a-f
Schnapsbecher
Sechs weiß glasierte Schnapsbecher, mit Henkel und aufgedruckten Segelschiffen.

 

 

 

3.2.3/61
Saftkrug, um 1960
Cremefarbener Saftkrug mit 4 x 4 Gittermuster. In den Quadraten sind verschiedene Früchte abgebildet