„Was Knochen erzählen - Eine römische Pferde“bestattung“ aus dem Umfeld des Limeskastells Arnsburg“

Vortrag im Heuson-Museum

Am 14. Mai um 19 Uhr berichtet die Anthropologin Johanna Kranzbühler im Heuson-Museum in Büdingen über „Was Knochen erzählen - Eine römische Pferde“bestattung“ aus dem Umfeld des Limeskastells Arnsburg“. In unmittelbarer Nähe des Kastells Arnsburg-Alteburg am Wetteraulimes führt die hessenARCHÄOLOGIE seit 2014 Grabungen in der mittelalterlichen Wüstung Arnesburg durch. Eine Reihe von Befunden belegt eine limeszeitliche Nutzung des Areals. Hierzu zählt eine Grube des 2. Jahrhunderts mit einem vollständigen Pferdeskelett.

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Veranstaltungen im 1. Halbjahr 2019

04. April
Außerordentliche Mitgliederversammlung zum Zweck der Satzungsänderung, 18.00 Uhr
im ersten Stock des Heuson-Museums

Tagesordnung

1. Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden
2. Feststellung der Beschlussfähigkeit und fristgerechten Einladung
3. Änderung der Satzung hinsichtlich der Mitgliedschaft im Verein
4. Verschiedenes

Liebe Mitglieder,
da die 2013 beschlossene Satzung des Büdinger Geschichtsvereins nach Auffassung des Landgerichts Gießen nicht ordnungsgemäß zustande gekommen war, soll die damalige Satzungsvorlage den Mitgliedern erneut zur Entscheidung vorgelegt werden.
Wer die alte Satzung nicht mehr zur Hand hat, kann sie gerne beim 1. Vorsitzenden anfordern.

 

Vorträge, Beginn jeweils 19.00 Uhr

04. April
Michael Elsaß
WetterauRadtouren - Eine Kulturlandschaft mit dem Rad entdecken

Michael Elsaß, Autor von drei Wetterau-Krimis und vier Wanderbüchern über die Region, hat im vergangenen Jahr einen Fahrradwanderführer über die Wetterau mit 23 Touren veröffentlicht. „In der Wetterau lässt sich genussvoll radeln, und mit den jetzt veröffentlichten WetterauRadtouren bekommt man richtig Lust, sofort aufs Rad zu steigen.“
In seiner Präsentation nimmt er die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise entlang von Nidda, Wetter und Usa, zu historischen Straßen, in die zauberhafte Auenlandschaft der Wetterau und zu historischen Begegnungen mit Kelten, Römern und dem Mittelalter.
23 Touren Vorschläge macht Elsaß in seinem, im Niddataler Morlant - Verlag erschienenen, Fahrrad- Wanderbuch. Nur die Nidda-Route ist eine Streckentour entlang des größten Flusses in der Wetterau, von der Quelle am Hoherodskopf bis zur Mündung in den Main, alle anderen Tourenvorschläge enden dort, wo sie begonnen haben.
Höhepunkt der Radtouren ist die von Elsaß bezeichnete Königstour, die gleich drei Themenradwege -Vulkanradweg, Südbahnradweg und Kinzig Radweg - umfasst. Wer diese Tour an einem Tag fahren will, muss allerdings schon gut trainiert sein. 119 Kilometer sind dabei zu schaffen. Wer es lieber gemütlicher angehen lässt, nimmt sich für die Fahrradtour zwei Tage.
Überhaupt sind die Anforderungen für die Touren höchst unterschiedlich. Zwischen zwölf Kilometern (Burg Münzenberg von allen Seiten) und 55 Kilometern (Usatalradweg) sind zu bewältigen. Die meisten Touren sind von einem normal fitten Radfahrer zu schaffen, auch wenn manchmal ordentliche Steigungen zu überwinden sind. „Die Wetterau ist eben kein flacher Teller, sondern gerade an den Ausläufern recht hügelig. Das merkt man dann auch bei den Radtouren“, sagte Elsaß.
Dennoch kommt der Genuss bei den Touren nicht zu kurz. Anforderungen an die Konstitution, die Wegebeschaffenheit, Schwierigkeiten bei der Orientierung, Einkehrvorschläge, Rastplätze und Sehenswertes auf der Strecke werden besonders beschrieben. In einem einführenden Teil wird jeweils die Strecke als Ganzes beschrieben. Eine genauere mit Kilometerangaben versehene Beschreibung sowie Karten und ein Höhenprofil runden das Angebot ab.
WetterauRadtouren – Eine Kulturlandschaft mit dem Rad entdecken“ hat einen Umfang von 180 Seiten mit mehr als 100 vierfarbigen Bildern, ist beim Morlant-Verlag erschienen und kostet 14,90 Euro. Die Touren lassen sich auch als gpx-Tracks auf ein Smartphone oder ein Navigationsgerät laden.

 

09. April
Dr. Bernd Vielsmeier
Hessische Lexikografen und ihre Wörterbücher

Hessen und insbesondere die Wetterau haben eine Reihe von bedeutenden Verfassern von Wörterbüchern hervorgebracht. So stammt das erste deutsche Wörterbuch von dem aus Bruchenbrücken stammenden Reformator, Dichter und Lexikografen Erasmus Alberus. Sein 1540 erschienenes "Novum Dictionarium genus" erschien 1540 in Frankfurt. Das neue an dem Wörterbuch war die rückläufige Anordnung der Stichwörter. Ein anderes, aus beruflichen Gründen, angelegtes Werk war das 1822 in Gießen erschienene "Wörterbuch der in Teutschland üblichen Spitzbuben-Sprachen in zwei Bänden die Gauner- und Zigeunersprache enthaltend" von F. L. A. von Grolman, "Großherzoglich-Hessischen wirklichen Hofgerichtsrathe und ersten Criminalrichter in der Provinz Oberhessen". Er hatte als Richter die Vogelsberger und Wetterauer Räuberbanden dingfest zu machen. Dafür brauchte er ein Wörterbuch, um seine "Kunden" auch zu verstehen. Die Gebrüder Grimm, die durch ihre Sammlung deutscher Volksmärchen bekannt geworden sind, gaben 1854 den ersten Band von ihrem "Deutschen Wörterbuch" heraus, dem ersten Wörterbuch, das versuchte den gesamten deutschen Wortschatz zu beschreiben. An diesem lexikografischen Großunternehmen wird noch heute gearbeitet. Karl Weigand plante ein Wetterauer Wörterbuch, dessen Material Wilhelm Crecelius mit seinem "Oberhessischen Wörterbuch" verarbeitete. Für die Dokumentation und Beschreibung der Dialekte Hessen sind zwei Großprojekte begonnen worden: in Gießen ist für die beiden Provinzen Starkenburg und Rheinhessen das "Südhessische Wörterbuch" bearbeitet worden und für Hessen nördlich des Mains in Marburg das "Hessen-Nassauische Wörterbuch“. Der Vortrag will einen Einblick vermitteln in die Wörterbuchlandschaft Hessens und die Personen, die diese Wörterbücher in den letzten fünf Jahrhunderten verfassten.

 

14. Mai
Johanna Kranzbühler
Was Knochen erzählen 
Eine römische Pferde“bestattung“ aus dem Umfeld des Limeskastells Arnsburg

In unmittelbarer Nähe des Kastells Arnsburg-Alteburg am Wetteraulimes führt die hessenARCHÄOLOGIE seit 2014 Grabungen in der mittelalterlichen Wüstung Arnesburg durch. Eine Reihe von Befunden belegt eine limeszeitliche Nutzung des Areals. Hierzu zählt eine Grube des 2. Jahrhunderts mit einem vollständigen Pferdeskelett. Die Auffindung vollständiger Tierkadaver stellt im archäologischen Kontext eine Ausnahme dar, üblicherweise besteht das archäologische Fundmaterial aus zerkleinerten Abfällen. Dieser Befund erlaubt daher Rückschlüsse auf die mittelkaiserzeitliche Pferdewirtschaft in Obergermanien und den damaligen Pferdetyp, die sonst nicht möglich sind. Abnutzungserscheinungen an den Knochen zeugen außerdem von einer intensiven individuellen Nutzung der „Ressource Pferd“ im vorliegenden Fall.
Die Veranstaltung gliedert sich in einen Vortrag und eine Demonstration ausgewählter Tierknochenfunde einschließlich des Pferdeskeletts.

 

13. Juni
Ingrid Berg; Historischer Arbeitskreis Glashütten im Taunus
Glashüttenstandorte im Taunus – ihre Entdeckung, Erforschung und Bedeutung

Im Vergleich zu Glashüttenlandschaften anderer deutscher Mittelgebirge wie z.B. dem Spessart, Hils oder Kaufunger Wald scheint der Taunus kaum eine Rolle in der Glasgeschichte Europas zu spielen. Wenn in anderen Landschaften 100 und mehr Standorte von Glasproduktionsstätten bekannt wurden, kommt der Taunus bisher nicht über eine Zahl von 12 hinaus. Die archivalischen und archäologischen Forschungen der letzten gut 20 Jahre konnten dem Taunus aber eine große Bedeutung in Bezug auf Ofentechnologie, Formenreichtum der Produkte und verwendete Materialien zumessen.
Die Referentin war mehr als 20 Jahre lang Vorsitzende des Kulturkreises Glashütten e.V. und hat im Rahmen ihrer Vereinstätigkeit wesentliche Anstöße für die Erforschung der Glashüttenstandorte und deren Durchführung gegeben. Bei dem Vortrag soll auch der Blick gelenkt werden auf die Bedeutung der Glasmacherfamilie Wentzel, deren Mitglieder sowohl im Büdinger Raum als auch im Taunus tätig waren.

 

04. August
Gemeinsame Wanderfahrt mit dem VHC
Wanderfahrt zum Weinfest am Roten Hang in Nierstein. Besichtigung der Schwabsburg, eine Reichsburg mit den Resten eines Bergfrieds aus dem 12. Jh. Weitere Infos entnehmen Sie bitte der Tagespresse.