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Montag ist nicht Ihr Tag?
Wir haben montags frei!
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Aber den Rest der Woche sind wir hellwach!

Und suchen weitere ehrenamtliche Mitarbeiter
für unser Museums-Team.

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Der Film „Aus dem Heuson-Museum auf Ihren PC – neue digitale Vermittlungsformate“

gibt einen Einblick in die Arbeit der Inventarisierer und zeigt, wie man vom heimischen PC aus genaue Informationen über die einzelnen Objekte abrufen kann.

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Wer bisher nicht die Chance hatte, die neue Dauerausstellung vor Ort zu sehen

oder Lust auf viele zusätzliche Informationen zu den gezeigten Objekten hat, kann die Exponate nun virtuell besichtigen.
Ganz bequem vor dem heimischen PC.

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Anleitung zur Suche in unserer
Objekt-Datenbank
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Die 70er Jahre –
Ein Lebensgefühl in orange

unsere aktuelle Sonderausstellung

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Ein kleiner Vorgeschmack

auf die Sonderausstellung
"Die 70er Jahre –
Ein Lebensgefühl in orange"

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Im zweiten OG des Museums finden Sie nach der Wiedereröffnung 2022 die neu konzipierte Dauerausstellung Handwerk – Landwirtschaft – Kindheit. Wer sich schon heute die dann präsentierten Objekte ansehen und viele Informationen über die Themen erhalten möchte, kann sich schon jetzt auf den folgenden Unterseiten schlau machen.

Realisiert werden konnte dieses neue Angebot des Heuson-Museums mit der Förderung durch die Stiftung der Sparkasse Oberhessen.

 

Geschichte der Kindheit

1960 erschien in Frankreich das Buch „L’enfant et la vie familiale sous l’ancien régime“ des Historikers Philippe Ariès, das 1975 unter „Geschichte der Kindheit“ publiziert wurde. Es befasst sich mit der Veränderung des Bildes der  Kindheit in Westeuropa und ist der Beginn moderner sozialhistorischer Kindheitsforschung. Seinen Thesen folgt die nachfolgende Beschreibung dieser Entwicklung.
Die moderne Differenzierung zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen entwickelte sich im 16. und 17. Jahrhundert. Die Bedeutung der Lebensabschnitte im gesellschaftlichen Bewusstsein  veränderte sich bis zum 20. Jahrhundert stark.
Auf Bildern vom 11. bis ins 16. Jahrhundert werden Kinder als kleine Erwachsene oder im religiösen Kontext dargestellt.  Im Mittelalter unterschied sich Kinderkleidung nicht von der der Erwachsenen, sie wurden, ihrem Stand gemäß, wie Männer und Frauen gekleidet.
Ab dem 17. Jahrhundert gibt es Familienporträts, die das Kind im Zentrum des Bildes zeigen und als Symbol der Unschuld interpretieren. Kinder tragen ein Kleid, Jungen ab dem 8. Lebensjahr eine Hose. Festtagsdarstellungen aus dieser Zeit stellen noch die Teilnahme von Jung und Alt, Arm und Reich an den verschiedenen Ritualen, Spielen und Tänzen dar.
Das ändert sich im 17. Jahrhundert. Der Adel grenzt sich stärker sowohl von Kindern, als auch vom gemeinen Volk ab; bestimmte Spiele sind Kindern, andere Erwachsenen vorbehalten.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts beginnt eine Tabuisierung der Sexualität gegenüber Kindern, die vorher als asexuell angesehen wurden. Nun gelten Kinder als personifizierte Unschuld, die vor „unzüchtigem“ Verhalten geschützt werden müssen.
Kinder arbeiteten in der Landwirtschaft und im Handwerk, als Hilfskräfte und Dienstboten.

Links zum Thema:
wikipedia: Geschichte der Kindheit
kinderzeitmaschine.de: Warum musste die Kindheit erfunden werden?

 

Anteil lebend geborener Kinder die starben, bevor sie fünf Jahre alt wurden, 1800 – 2015

Die Gartenlaube1895: Die Alkoholvergiftung bei Kindern